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Polen plant Atomschweinerei: Vattenfall ist mit dabei

 

Berlin, 4. Januar 2013 – Nach der Absichtserklärung vierer Energiekonzerne, in Polen das erste Atomkraftwerk zu errichten, fordern die NaturFreunde Deutschlands Stromkundinnen und -kunden von Vattenfall auf, ihre Verträge zu kündigen und auf Ökostrom umzusteigen. Hintergrund: Der schwedische Atomkonzern ist an einem der polnischen Versorger beteiligt und trägt somit direkt Verantwortung für die Fortführung der Risikotechnologie in unserer Nachbarschaft.

„Die Atomplanungen in Polen sind menschenverachtend“, konstatiert Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands. „Durch seine Beteiligung an Enea SA will Vattenfall ein weiteres Mal Gewinne auf Kosten von Menschen und Umwelt einfahren – und versucht gleichzeitig, sich als Triebfeder der Energiewende zu inszenieren. Das ist verlogen und verantwortungslos.“

Vier Energieversorger – Energetyka Poznañska (Enea) SA, Polska Grupa Energetyczna SA (PGE), Tauron Polska Energia SA und das Bergbauunternehmen KGHM Polska Miedz SA – unterzeichneten kürzlich eine Absichtserklärung zur Gründung einer Finanzierungsgesellschaft für den Bau des ersten Atomkraftwerks in Polen. Der Vattenfall-Konzern, der in Deutschland an drei AKW beteiligt ist, besitzt 18,67 Prozent an der polnischen Enea SA. Die NaturFreunde rufen deshalb alle Vattenfall-Kunden auf, mit einem Anbieterwechsel gegen die Neubaupläne zu protestieren. „Radioaktivität kennt keine Grenzen. Deshalb fordern wir NaturFreunde auch den europaweiten Atomausstieg – und den kann jeder Stromkunde selber machen“, betont Uwe Hiksch.

 

Aber auch Versicherungsgesellschaften wie AXA, Generali und Allianz sowie Banken wie ING Groep N.V. halten Aktienpakete der Enea SA und verdienen damit zukünftig Geld an der Planung und dem Betrieb von Atomkraftwerken. Das Bankwechselbündnis (www.bankwechsel-jetzt.de), an dem die NaturFreunde beteiligt sind, fordert Verbraucherinnen und Verbraucher daher neben dem Stromversorgerwechsel auch zum Bankwechsel auf.

 

Aktivitäten der NaturFreunde Deutschlands gegen die Atompolitik von Vattenfall
Die NaturFreunde Deutschlands sind Mitglied im Trägerkreis von „Atomausstieg selber machen“: einem Bündnis aus Umweltverbänden, Verbraucherschutz-Organisationen und Anti-Atom-Initiativen, das auf www.atomausstieg-selber-machen.de über konkrete Alternativen zu den Atomstrom-Konzernen informiert.

 

Darüber hinaus arbeiten die NaturFreunde Berlin aktiv mit beim „Berliner Energietisch“ (www.berliner-energietisch.net), der das Volksbegehren für die Übernahme der Berliner Stromversorgung durch kommunale, sozial und ökologisch ausgerichtete Unternehmen organisiert – und sie somit Vattenfall aus den Händen reißen soll.


Gute Vorsätze, schlechte Ausreden…

Zum Jahreswechsel wird es Zeit, sich nicht nur von alten Gewohnheiten zu trennen. Auch den Stromanbieter kann man wechseln. Reaktorkatastrophe in Japan und der halbe Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg…. 2011 stand ganz im Zeichen der Atomkraft! Doch noch immer sind Kernkraftwerke am Netz und Castoren rollen durch das Land. Um damit Schluß zu machen, gibt es eine einfache Möglichkeit: Atomstrom einfach nicht kaufen!

Mit dem Wechsel zu einem der vier unabhängigen “echten” Ökostromanbieter dreht man den Atom-Konzernen den Geldhahn zu. Zudem fördert man den Ausbau der erneuerbaren Energien. Ein Wechsel ist ganz einfach: Stromanbieter aussuchen, online die Zählernummer und den Stromverbrauch eingeben, persönliche Daten angeben und fertig! Um alles weitere kümmert sich der neue Anbieter. Warum also das Neue Jahr nicht mit Ökostrom beginnen? Es muss ja nicht jeder gute Vorsatz zur schlechten Ausrede werden.

Alles Gute zum Neuen Jahr!


Vattenfall verklagt Deutschland

Vattenfall will vor einem Schiedsgericht der Weltbank die Bundesrepublik Deutschland auf Schadensersatz in Milliardenhöhe verklagen. Schadensersatz? Die spinnen, die Schweden! Die beiden AKW Krümmel und Brunsbüttel waren bereits seit 2007  fast durchgehend abgeschaltet. Erst im Januar 2011 hat Vattenfall wegen eigener Unfähigkeit keine Erlaubniss für einen Neustart vom AKW Krümmel bekommen. Die Betriebsgenehmigung des AKW Brunsbüttel ist seit 2010 ohnehin erloschen.

Vattenfall behauptet jetzt, dass sie Milliarden Euro investiert hätten, um die beiden AKW für eine Laufzeitverlängerung zu präparieren. Für diesen Verlust fordert der schwedische Staatskonzern jetzt eine Milliardenentschädigung. Dabei war der Beschluss für die Laufzeitverlängerung nur wenige Monate gültig, bis nach Fukushima sogar die Bundesregierung den Knall gehört und die Verlängerung wieder zurückgenommen hat.

Mit Klagen gegen die deutschen Steuerzahler hat Vattenfall schon Erfahrung. 2010 haben sie gegen “zu strenge” Umweltauflagen für das Kohlekraftwerk Moorburg geklagt. Nach einem (geheimgehaltenen) “Vergleich” wurde das Verfahren 2010 eingestellt, vermutlich hat der Konzern auch hier Schadensersatz erpresst.


Film- und Infoabend: Uranium liegt in Treptow

Wie kommt das Uran in die Steckdose? Zum Abschluss der Ferienkampagne im Bezirk Treptow-Köpenick lädt Tschüss Vattenfall Berlin zum Film- und Infoabend ein:

„Uranium – is it a country?“ fragt der gleichnamige Dokumentarfilm der Kampagne „Strahlendes Klima.“

Auf den Spuren des Urans führt uns der Film nach Australien. Hier wird der Grundstoff für die nukleare Energieversorgung aus dem Uranerz gewonnen. Dabei geht es keineswegs „sauber“ zu. Denn der Uranbergbau verursacht gerade in den Regionen gravierende Umweltschäden, in denen die Australischen Ureinwohner aufgrund ihrer Lebensweise auf eine intakte Umwelt angewiesen sind. So zeichnet die Dokumentation aus dem Jahr 2009 nach, wie das Uran von der Gewinnung über die Aufarbeitung nach Europa kommt. Dabei wird eines deutlich: Die Risiken der Atomkraft entstehen nicht erst beim Betrieb der Anlagen. Schon am Anfang der Prozesskette werden Gesundheitsrisiken fahrlässig in Kauf genommen.

Uranium auch in Treptow?

Atomkraft muss nicht sein! Im Anschluss an den Film werden Alternativen aufgezeigt: Wer der Atomwirtschaft „Tschüss“ sagen will, kann das ganz einfach tun. Denn der Wechsel zu einem der vier „echten“ Ökostromanbieter ist ganz einfach. Das Kampagnenteam von Tschüss Vattenfall Berlin informiert über den Ökostrom und klärt auf, warum man z.B. seinen Strom besser nicht bei Vattenfall kaufen sollte.

Was: Film- und Infoabend der Kampagne „Tschüss Vattenfall Berlin“

Wann: Freitag den 16. September – ab 19 Uhr

Wo: Direkt neben dem Café Provinz in der Bouchéstraße 79a – 12435 Berlin – Alt-Treptow

Eintritt frei.

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Sommer, Bikes und Märchenstunde

Fahrradaktivisten der Kampagne „Tschüss Vattenfall Berlin“ werfen ahnungslosen Passanten ohne Vorwarnung Papierrollen zu. Hier heißt es zugreifen oder nicht. Zögern zählt nicht! Sonst ist die Gelegenheit auch schon vorbei.

Wer im Juli oder August intuitiv eine der Rollen auffing, staunte nicht schlecht. In den unscheinbaren Papierrollen verbarg sich eine kleine Überraschung: Dieses Mal hatte die AG Energie von attac Berlin das Programm für die Ferienzeit übernommen und sich im Rahmen der Bezirkskampagne den Treptower Park vorgenommen. Gemeinsam mit anderen Aktiven der Kampagne hieß es wieder “Tschüss Vattenfall!”

Neben knallharten Infos zum Wechsel des Stromanbieters gab es gratis Literatur dazu. Die EnergieaktivistInnen von Attac Berlin hatten die Vattenfall-Märchen in einer Sonderauflage spendiert. So ließ sich manch einer der seltenen Sommertage mit etwas Lektüre im Park genießen. Ebenfalls dabei: Eine Einladung zu einer exklusiven Sondervorführung des Dokumentarfilms „Uranium – is it a country?“ der Kampagne „Strahlendes Klima“ am 16. September in den Räumlichkeiten neben dem Café Provinz.