Auftaktveranstaltung am 26. April um 19 Uhr im Haus der Demokratie und Menschenrechte
Die Kampagne “Tschüss Vattenfall Berlin” stellt sich vor. 25 Jahre nach Tschernobyl sind die Folgen des bisher schwersten Reaktorunglücks immer noch dramatisch. Und wieder erschüttert eine Atomkatastrophe – diesmal in Japan – die Welt. Atomkraft ist nicht beherrschbar und eine globale Bedrohung für alle. Denn von der Urangewinnung über den Betrieb bis hin zur Endlagerung bestehen erhebliche Sicherheitsrisiken. Die Konsequenz kann nur lauten: Atomausstieg jetzt!
Welche Perspektiven es gibt und wie jeder Privathaushalt schon heute aus der Atomkraft aussteigen kann, zeigt die Kampagne “Tschüss Vattenfall Berlin”. Denn auch der Berliner Grundversorger Vattenfall betreibt zwei Kernkraftwerke. Diese stehen derzeit still und müssen für immer vom Netz bleiben.
Mit einem Themenabend zum 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in der Ukraine möchte sich die Kampagne dem Berliner Publikum vorstellen. Tschüss Vattenfall Berlin diskutiert gemeinsam mit Wissenschaftlern und Aktivisten über die Gefahren und Lehren, die aus der Tschernobylkatastrophe zu ziehen sind. Als Gäste begrüßen wir:
Kerstin Schnatz, 2009/2010 Anti-Atom Campaignerin bei Campact – aktuell Sprecherin Strahlendes Klima e.V. (www.strahlendesklima.de) und Delegierte der australischen Gundjeihmi Aboriginal Corporation (www.mirarr.net)
Dr. Wladimir Babenko, stellvertretenden Direktor des Strahleninstitutes BELRAD in Minsk. Belarus gehört noch immer zu den Regionen, die am stärksten unter der Radioaktivität nach dem Reaktorunfall zu leiden haben. Das Strahleninstitut BELRAD ist in Kooperation mit dem Solidaritätsdienst International (SODI) mit einer mobilen Messtation in den betroffenen Gebieten tätig.
Dr. Joachim Gruber, Kernphysiker und Kernenergie-Kritiker. Joachim Gruber ist Experte in der Erforschung geologischer und geochemischer Abläufe in und um Endlager radioaktiver Abfallstoffe. Er weist auf den in vielfacher Hinsicht unzureichenden Langzeitsicherheitsnachweis von Endlagerstätten hin und plädiert für vollständige Bürgerinformation und -beteiligung in komplexen Forschungs- und Planungsfragen (Open Data, Open Government).In dieser Hinsicht ist er auch im Bereich Politikberatung tätig.
(acamedia.info/sciences/J_G/)
Florian Noto, Anti-Atom-Aktivist und Kampagnenleiter von „Atomausstieg selber machen“. Florian Noto ist einer der zentralen Impulsgeber für die Berliner Anti-Atom-Bewegung und bringt seine langjährige Erfahrung aus bundesweiten Anti-Atom- und Umweltinitiativen in die Kampagne „Tschüss Vattenfall Berlin“ ein.
Kommen Sie vorbei!
26. April 2011, um 19 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

